Es sind einzelne Wörter, die ihn manchmal noch verraten. Zum Beispiel, was er sagt, wenn es mal Störungen auf der Strecke gibt: Dann kommuniziert er möglichst offen „die Patienteninformationen“. Dabei hat Ingmar Zöller längst keine Patienten mehr, sondern Fahrgäste. Aber auch denen kann man ja per Lautsprecher mitteilen, warum der Zug gerade nicht fährt – oder eben nicht. Und egal ob früher als Arzt oder heute als Lokführer: Für Zöller geht der Kunde vor.
Vom Augenarzt zum LokführerNächster Halt: neues Leben
Lesezeit: 8 Min.

Früher hatte er Patienten, heute hat er Fahrgäste: Mit Anfang 50 gab Ingmar Zöller seine Augenarztpraxis auf und lebt nun seinen Kindheitstraum – als Lokführer bei der S-Bahn in Berlin. Unterwegs mit einem glücklichen Mann.
Von Jan Stremmel
