Plage durch EichenprozessionsspinnerDer Raupüberfall

Lesezeit: 8 Min.

Bei 28 Grad im Schutzanzug: Der Baumpfleger Leon Stassen, nachdem er ein Nest von Eichenprozessionsspinnern entfernt hat.
Bei 28 Grad im Schutzanzug: Der Baumpfleger Leon Stassen, nachdem er ein Nest von Eichenprozessionsspinnern entfernt hat. Ludwig Nikulski

Ein Baumpfleger im Schutzanzug, geschlossene Freibäder und jede Menge Juckreiz: Unterwegs in Berlin, wo der giftige Eichenprozessionsspinner besonders wütet – und manche die Reaktionen auf das Tier doch etwas übertrieben finden.

Von Jan Stremmel

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Leon Stassen blickt den Baum hinauf und nickt zufrieden. Heute sind es mal nur eine Handvoll Nester. Sie hängen auf halber Höhe der Eiche am Stamm, groß wie Tennisbälle aus grauem, schmutzigem Filz: Säcke, in denen sich Tausende Raupen des Eichenprozessionsspinners verpuppt haben. Als Baumpfleger in diesem verfluchten Raupensommer ist Stassen da ganz anderes gewohnt: „Manchmal siehst du den Stamm gar nicht mehr, nur noch eine einzige sich bewegende Masse.“

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SZ PlusVon Jan Stremmel (Text) und Maximilian Gödecke (Fotos)

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