Ben Salomo im Interview "Ich bin ein jüdisch-israelischer Kanake"

"Wir hatten kein Gefühl für den Rechtsstaat", sagt Ben Salomo über seine Jugend in Berlin.

(Foto: oh)

Der Berliner Rapper Ben Salomo spricht über Antisemitismus, den ursprünglichen Sinn des Hip-Hop und Gangsterattitüden. Er sagt: "Ich wollte kein Opfer sein, ich wollte Respekt."

Interview von Verena Mayer und Thorsten Schmitz

SZ: Herr Salomo, Sie sind ein erfolgreicher deutscher Rapper. Doch Ihren Youtube-Kanal gibt es nicht mehr - was ist passiert?

Ben Salomo: Ich habe mich aus dem Kanal zurückgezogen, nachdem ich jahrelang antisemitische Erfahrungen gemacht hatte. Obwohl ich Songs geschrieben habe wie "Es gibt nur einen" oder "Kennst du das", das waren ja brückenbauende Lieder über alle Religionen und mein Leben als israelischer Migrant unter Migranten. Und was habe ich für Reaktionen erhalten? "Ey, das ist uns zu jüdisch." Oder: ...

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