bedeckt München

Beliebteste Mädchennamen 2014:So nennen die Deutschen ihre Töchter

Sechs Buchstaben, zwei Silben, tausendfach vergeben: Sophie ist der beliebteste Mädchenname des Jahres 2014. Am zweithäufigsten haben Eltern den Vornamen Marie vergeben.

Die zehn Favoriten der Eltern.

10 Bilder

Mädchennamen 2014

Quelle: sde

1 / 10

Den Vornamen Sophie/Sofie haben Väter und Mütter 2014 am häufigsten für ihre neugeborenen Töchter ausgewählt. Das hat die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) ermittelt. Sie fragte dazu bei 650 Standesämtern die Angaben zu etwa 90 Prozent der Kinder ab, die im vergangenen Jahr geboren wurden. Erfasst wurden mehr als 600 000 Kinder - etwa neun von zehn Geburten 2014. Fast 56 000 verschiedene Namen wurden gezählt.

Die häufigsten Vornamen sind nicht zwangsläufig die beliebtesten Rufnamen - oft würden sie auch als Zweitnamen der Kinder gewählt. Deshalb unterscheiden die Sprachforscher seit 2013 in ihrer Auswertung zwischen Erst- und Zweitnamen.

Platz 10:

Johanna war einer der beliebtesten Mädchennamen zwischen 1890 und 1910. In den Sechzigern starb der Name fast aus - heute ist er wieder sehr beliebt. Johanna ist ein biblischer Name griechisch-hebräischen Ursprungs und basiert auf dem männlichen Vornamen Johannes. Er bedeutet "die Gottbegnadete" oder auch "Gott ist gnädig". Berühmte Vertreterinnen sind die französische Nationalheldin Johanna von Orléans, die vermeintliche Päpstin Johanna und die CDU-Bildungsministerin Johanna Wanka.

Mädchennamen 2014

Quelle: sde

2 / 10

Platz 9: Anna

Einer der großen Namensklassiker: Der Name Anna kommt aus dem Hebräischen und ist eine Ableitung von Hannah, was "Liebreiz", "Anmut" und "Gnade" bedeutet. Im Christentum ist Anna die Mutter Marias und somit die Großmutter Jesu Christi. Anna hat vor allem viele historische adelige Namensvetterinnen. Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach ist eine von ihnen.

Mädchennamen 2014

Quelle: sde

3 / 10

Platz 8: Emilia

Der Name stammt aus dem Lateinischen und hat verschiedene Bedeutungen: "die Eifrige", "die Ehrgeizige", aber auch "die Nachahmerin" - und "die Hübsche und Fröhliche". Aus dem Römischen hergeleitet heißt Emilia soviel wie "die aus dem Geschlecht der Aemilier Stammende" - daher auch die Bezeichnung für die norditalienische Region "Emilia Romagna". Bekannt wurde der Name unter anderem durch Lessings politisches Drama "Emilia Galotti" aus dem Jahr 1772.

Mädchennamen 2014

Quelle: sde

4 / 10

Platz 7: Hannah/Hanna

Hanna/h kommt aus dem Hebräischen und bedeutet "Liebreiz", "Anmut" und "Gnade". Auch als Kurzform von Johanna verwendet. Berühmte Vertreterin ist die jüdisch-deutsche Philosophin Hannah Arendt.

Mädchennamen 2014

Quelle: sde

5 / 10

Platz 6: Mia

Der Vorname Mia führte jahrelang die Beliebtestenliste an, konnte sich in diesem Jahr jedoch nur den sechsten Platz sichern. Der Name ist eine Ableitung von Maria. Zu den bekanntesten Namensvertreterinnen zählen die Berliner Pop-Band Mia und die Schauspielerin Mia Farrow. Dennoch gilt Mia nach wie vor als der beliebteste Rufname.

Mädchennamen 2014

Quelle: sde

6 / 10

Platz 5: Emma

Der Name Emma stammt aus dem Germanischen und steht für "ganz" oder "allumfassend". Denkbar ist auch eine Ableitung des hebräischen Namens Emanuela, der so viel bedeutet wie: "Gott ist mit uns". Namensvertreter sind: Emma Woodhouse, die Protagonistin des bekanntesten Jane-Austen-Romans, und die feministische Frauenzeitschrift Emma.

Mädchennamen 2014

Quelle: sde

7 / 10

Platz 4: Maria

Der Name Maria wird in Bayern sehr häufig, in Schleswig-Holstein und Niedersachsen eher selten vergeben. Er stammt von dem hebräischen Mirjam - so hieß die Schwester des Propheten Moses im Alten Testament. Weil die Mutter Jesu Christi Maria heißt, war es bis ins 16. Jahrhundert verpönt, sein Kind nach ihr zu benennen. Der Name bedeutet "Die Widerspenstige", die "Ungezähmte". Zahlreiche Königinnen und Kaiserinnen trugen den Namen Maria, Männern wurde er - und wird er noch heute - häufig als zweiter Vornamen gegeben. Berühmte Beispiele: der Dichter Rainer Maria Rilke, der Modedesigner Guido Maria Kretschmar und der Comedian Christoph Maria Herbst.

Mädchennamen 2014

Quelle: sde

8 / 10

Platz 3: Sophia/Sofia

Der Name Sophia kommt aus dem Griechischen und bedeutet "die Weise". Prominente Vertreterinnen des Namens sind unter anderem die Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin Sofia Copolla (Tochter des Filmemachers Francis Ford Coppola), Sophia Thomalla (Tochter der Tatort-Darstellerin Simone Thomalla) und die italienische Schauspielerin Sophia Loren.

Mädchennamen 2014

Quelle: sde

9 / 10

Platz 2: Marie

Marie wird abgeleitet von Maria. Vor allem im Christentum hat der Name eine wichtige Bedeutung. Maria ist die Mutter von Jesus Christus und wird als Mutter Gottes verehrt. Im Hebräischen leitet sich der Name von Mirjam her, der Prophetin und Schwester Moses'. Berühmteste Vertreterinnen sind wohl die Physik-Nobelpreisträgerin Marie Curie und die französische Königin Marie Antoinette, gegenwärtige Namensvetterin ist die Schauspielerin Marie Bäumer.

Mädchennamen 2014

Quelle: sde

10 / 10

Platz 1: Sophie/Sofie

Sophie war schon im 19. Jahrhundert ein beliebter Vorname für Mädchen. Zwischen 1930 und 1980 wurde allerdings kaum ein Mädchen Sophie genannt. Mittlerweile ist der Name jedoch wieder sehr beliebt - übrigens auch in Irland und England. Berühmte Namensvertreterinnen: Die Widerstandskämpferin Sophie Scholl, die französische Schauspielerin Sophie Marceau und die Queen-Schwiegertochter Sophie Countess von Wessex.

© Süddeutsche.de/jana
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema