Ein Engel steht oben auf dem Küchenschrank. Es sieht fast so aus, als wachte die braune Keramikfigur über den Tisch, an dem Barbara Pachl-Eberhart nun in ihrer Wohnküche in Wien sitzt und sich Fotos ansieht. Vor ihr liegen Bilder von zwei Kindern, beide haben hellblonde Haare und strahlend blaue Augen. Das Mädchen zieht eine lustige Schnute, der Junge hat Gummihandschuhe an den Füßen und grinst. Auf einem anderen Foto hockt ein Mann in einer grünen Regentonne, nur seine Beine baumeln heraus. Barbara Pachl-Eberhart lächelt, während sie sich die Bilder ansieht. Es sind ihre Kinder, es ist ihr Mann. Sie leben nicht mehr.
Kinofilm „Vier minus drei“„Ich bin glücklich, ich lebe“
Lesezeit: 8 Min.

Wie lebt man weiter, wenn man bei einem Autounfall den Mann und beide Kinder verliert? Ein Besuch bei Barbara Pachl-Eberhart in Wien, deren Schicksal gerade verfilmt wurde – und die einen besonderen Weg gefunden hat, mit ihrer Trauer umzugehen.
Von Claudia Fromme
