bedeckt München 20°

Auszeichnungen - Frankfurt am Main:Hessischer Film- und Kinopreis ohne Roten Teppich

Auszeichnungen
Rote Kinositze sind mit einem Sperrband abgesperrt. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Der Hessische Film- und Kinopreis wird wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr ohne Publikum und Roten Teppich vergeben. Die Preisverleihung wird von der Alten Oper in die kleinere Naxoshalle verlegt. Auch der Termin wurde geändert: Statt wie üblich am Buchmesse-Freitag werden die Preise am Mittwoch darauf, dem 21. Oktober, überreicht.

"Wir haben uns sehr schnell entschieden, dass es in Corona-Zeiten keine üppige Feier mit hunderten Gästen geben kann", sagte Hessens Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) am Montag in Frankfurt. "Auch abgesehen von den Schwierigkeiten des Infektionsschutzes wäre Business-as-usual nicht angemessen in einem Jahr, das der Film- und Kinobranche so schwer zu schaffen macht."

Das durch die Absage der Gala eingesparte Geld fließt in eine "Kreativprämie" für Filmschaffende. Insgesamt werden laut Dorn 19 Preise vergeben, die mit insgesamt 115 000 Euro dotiert sind.

Einige der Preisträger 2020 stehen schon fest: Den undotierten Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten erhält Uwe Kockisch (Commissario Brunetti, "Weissensee"). Den mit 7500 Euro dotierten Newcomerpreis bekommt die Offenbacherin Brenda Lien. Den Drehbuchpreis erhält Nicolas von Passavant für "Vor dem Dunkel". Der Preis für den besten Hochschulfilm geht an Jennifer Kolbe für "MILK".

In allen anderen Kategorien wurden am Montag die Nominierten bekannt gegeben. Die Filme müssen einen Bezug zu Hessen haben, sie wurden etwa in dem Bundesland gedreht oder mit hessischen Geldern finanziert. Die Preisvergabe in kleinem Rahmen am 21. Oktober moderieren Dunja Hayali und Verena Lueken. Einen Tag später (22. Oktober, 19 Uhr) ist die Veranstaltung auf der www.hessischerfilmpreis.de zu sehen.

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite