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Ansteckendes zum Weltlachtag:Von hüpfenden Gnocchi bis zum WC-Turnier

Kreischende Omas, gackernde Bräute, wiehernde Politiker: Für alle, die sich am Weltlachtag angemessen verhalten wollen, hier eine kleine Hilfestellung. Videos, deren Protagonisten Sie mit ihrem Gelächter anstecken werden.

Lachen über Gnocchi

Missgeschicke im Haushalt führen in der Regel zu Haareraufen, wüsten Verwünschungen von Küchengeräten und der Ansage, ab jetzt nur noch im Restaurant zu essen. Nicht so bei diesem TV-Koch. Das Video ist bereits aus dem Jahr 2010, ist aber kürzlich über die Sozialen Netzwerke wieder an die Oberfläche gespült worden - und erfreut seitdem vor allem geduldige Zuschauer. Zugegeben, das Video braucht eine Weile, um in Fahrt zu kommen, danach dürfte sich aber wirklich kein Mundwinkel mehr unbewegt bleiben. Hinzu kommt der Lerneffekt: Gnocchi frittieren funktioniert. Nicht.

Lachen über Versprecher

Einen Lachanfall, der zum Teil auch der Stresssituation geschuldet sein dürfte, erlebt die Braut in diesem Video. Grundsätzlich ist aber der Bräutigam schuld - wer sich bei den möglicherweise wichtigsten Sätzen seines Lebens derart verspricht, braucht sich nicht wundern, wenn anschließend nicht mehr an einen ernsthaften Austausch von Eheversprechen zu denken ist. Der Ehe dürfte das jedoch keinen Abbruch tun. Wer so gut zusammen lachen kann, übersteht wohl nicht nur gute, sondern auch schlechte Zeiten.

Lachen über sich selbst

Auf der sonnigen Seite des Lebens wandeln auch jene, die über sich selbst lachen können. Und über die eigenen - unfreiwilligen - Witze. Ein Klassiker ist Dagmar Berghoffs Ansage in der Tagesschau, Boris Becker habe das "WC-Turnier" in Dallas gewonnen. Der Versuch, die Beherrschung wiederzugewinnen, gelingt ihr bis zum Ende der Sendung nicht. "Ich hatte Glück, dass danach nur noch die Lottozahlen kamen", sagt Berghoff später in einem Interview. Geschadet hat ihr die Episode nicht, sie blieb 23 Jahre lang bei der Tagesschau.

Lachen über andere

Wenn man nicht über sich selbst lachen kann, ist da immer noch der Rest der Menschheit. Eine Moderatorin und ein Moderator des US-Fernsehsenders Fox kringeln sich beispielsweise nach einem Interview mit dem US-Schwimmer und vielfachen Olympiasieger Ryan Lochte, der eine eigene Fernsehsendung im Reality-Format bekommen soll. Hohle Sprücheklopferei gepaart mit absoluter Ahnungslosigkeit - Lochtes Antworten sind schlicht zu viel für die Nerven des Moderatorenduos. Mit ihrer Vorahnung, das Leben des Sportlers gebe für eine ganze Sendung nicht genug her, sollen sie Recht behalten. Das Format wurde nach nur einer Staffel abgesetzt.

Lachen über die Absurdität des Lebens

Ein weiterer Klassiker aus der Reihe "sich nicht mehr einkriegen können, wenn es am unpassendsten ist", stammt vom Schweizer Bundesrat Hans-Rudolf Merz. Sein Auftritt hat dem Bündnerfleisch im Jahr 2010 zu internationaler Prominenz verholfen. Merz soll im Parlament eine Frage zum Thema Fleischimport beantworten. Das Papier, das ihm dazu von einem Zollbeamten geschrieben wurde, ist ein Potpourri aus Schachtelsätzen und Beamtensprech. Merz beginnt seinen Auftritt mit der Anmerkung, "auf diese Antwort habe ich mich den ganzen Sonntag schon gefreut" und beendet ihn mit dem Geständnis, er habe kaum etwas von seinem eigenen Vortrag verstanden. Dazwischen wird der Politiker von seinem eigenen Gelächter geschüttelt.

Lachen ohne ersichtlichen Grund

Nicht nur Schweizer Bundesräte geraten bisweilen in absurde Situationen - auch Schweizer Tennisspieler sind davor nicht gefeit. So Roger Federer, der einem CNN-Reporter ein Interview gibt. Am Ende des Interviews will der Reporter für die Zuschauer in Lateinamerika noch ein paar Fragen auf Spanisch aufnehmen. Federer wird angewiesen, nicht zu antworten, sondern nur im Bild zu sitzen. Eine schier unlösbare Aufgabe für den Gewinner von 17 Grand-Slam-Titeln.

© Süddeutsche.de/feko/vs
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