AnderswowortDie Arschkarte ziehen

gca

Wenn man Pech hat oder etwas gegen den eigenen Willen aufgebrummt bekommt, sagt man im Deutschen gern mal, dass man die Arschkarte gezogen hat. Schließlich verwahrt dort, in der Gesäßtasche nämlich, der Fußball-Schiedsrichter die rote Karte. Früher, als die Spiele noch in Schwarz-Weiß übertragen wurden, war es so für die Fernsehzuschauer leichter zu erkennen, welche Karte gezeigt wird. Rot! Runter vom Platz, Arschkarte halt. Und wie sagt man woanders?

Von Georg Cadeggianini

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„to draw the short straw“

DANIEL LEAL-OLIVAS/AFP

in Großbritannien

Wörtlich heißt das: den kurzen Strohhalm ziehen. Und klar: Wer den Kürzeren zieht, hat meistens die Arschkarte.

„benne van a pácban“

imago stock&people/imago stock&people

in Ungarn

Dort zieht man keine Karte, man liegt in der Bratensoße.

„s’y coller“

Fabrice Coffrini/Fabrice Coffrini/AFP/dpa

in Frankreich

Wörtlich heißt das: sich daran kleben, anders könnte man die Aufgabe nämlich nicht erledigen, so wenig Lust hat man darauf.

„saada paska nakki“

David Goldman

in Finnland

Dort bekommt man eine Kackwurst. Wobei nakki nicht nur das Würstchen ist, sondern eben auch eine unliebsame Aufgabe.

„una gatta da pelare“

Britta Pedersen

in Italien

Aus dem Bereich der vielen Aufgaben, die niemand gern erledigt, kommt hier: einer Katze die Haut abziehen. Wem das zu grausam ist, kann unliebsame Arbeiten auch aufschlürfen: sorbirsi qualcosa.

„kazığı yemek“

IMAGO/Islam Yakut/IMAGO/Anadolu Agency

in der Türkei

Wörtlich: den Pfahl essen. Es bedeutet so viel wie übel dran sein.

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