Alzheimer vorbeugen Der Kampf gegen das Vergessen

Jedes Jahr erkranken Hundertausende an der Alzheimer-Krankheit. Neue Studien zeigen, wie das Risiko verringert werden kann.

Plötzlich ist mitten im Gespräch ein Wort weg, taucht ebenso wenig wieder auf wie der Wohnungsschlüssel, der unauffindbar scheint: Jedes Jahr erkranken mehr als 250.000 Menschen an der Alzheimer-Krankheit. Das Risiko kann jedoch verringert werden, wie zwei neue Studien belegen: Bewegung, ausgewogene Ernährung und die Schulbildung haben einen großen Einfluss auf den Krankheitsverlauf.

Bewegung, ausgewogene Ernährung und Bildung helfen, dem Vergessen im Alter vorzubeugen.

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Dass körperliche Aktivität die Wahrscheinlichkeit für diese Form der Demenz um etwa 33 Prozent senkt, fanden Forscher der Columbia Universität in New York heraus. Eine Ernährung, bei der hauptsächlich Fisch, Obst und Gemüse gegessen und auf rotes Fleisch und Milchprodukte verzichtet wird, verringere das Risiko um 40 Prozent. In Kombination miteinander sinke die Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken, sogar um 60 Prozent, wie die Forscher im Journal of the American Medical Association schreiben.

Für die Studie untersuchten die Wissenschaftler knapp 1900 ältere Bewohner von Manhattan, die zunächst noch keine Zeichen von geistiger Beeinträchtigung zeigten. Die Teilnehmer wurden zu Ernährung und Bewegungspensum befragt und anschließend regelmäßig auf ihre Geisteskraft getestet. Während des Untersuchungszeitraums von gut fünf Jahren erkrankten 282 Senioren an Alzheimer.

Eine weitere Studie veröffentlichte das Klinikum der Technischen Universität München. Demnach schwäche eine höhere Schulbildung die Auswirkungen der Alzheimer-Krankheit. Die Untersuchung bestätigt die Resultate früherer Forschungen, wonach Menschen mit längerer schulischen Ausbildung bei einem vergleichbaren Grad der Hirnschädigung unter weniger Symptomen leiden, als Menschen mit kürzerer Schulzeit.

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