Gemächlich unterwegs sein, darum wird es an diesem Nachmittag öfter gehen. Und wie passend das ist, wird schon auf der Fahrt klar. Wer nach Wolfertshofen im schönen Altmühltal möchte, hält sich nach Verlassen der A9 immer Richtung Osten. Es geht durch Senken und über Höhenrücken, vorbei an winterkahlen Obstwiesen und sehr kleinen Dörfern. Die Straße schlängelt sich sanft durch Wildenstein, danach aber bitte nicht nach Pestenrain abbiegen, sondern durch Predlfing fahren. Und dann, kurz vor dem Abzweig nach Ödenhaid, als man wirklich gespannt ist auf den nächsten Ortsnamen, führt ein schnurgerader Weg hügelaufwärts nach Wolfertshofen. Es besteht aus einer Handvoll Häuser, einer Kirche mit Miniatur-Zwiebelturm. Und einem Hof in ökologischer Holzbauweise mit sechs Eseln. Aber bei Regen und acht Grad, logisch, ist die Koppel leer. Nur der Mensch kommt auf die Idee, bei so einem Wetter draußen zu sein.
BestiariumGelassenheit auf vier Beinen
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Zu Besuch im Altmühltal bei dem Architekten und Touren-Anbieter Ralph Baumann, der eines gelernt hat: Seine sechs Esel haben ihren ganz eigenen Rhythmus – das merken auch die Menschen, die gemeinsam mit den Tieren auf Wanderung gehen.
Von Anne Goebel
