Allergie: Wespenstiche Gefährliches Summen

Was in normalen Fällen zu Juckreiz und Schwellungen führt, kann für Allergiker tödlich enden: Wespenstiche. Dabei gibt es verschiedene Methoden, dem vorzubeugen.

Es ist so schnell passiert: Beim Besuch im Freibad, beim Herumtollen im Garten oder in der Lieblings-Eisdiele - eine falsche Bewegung und die Wespe sticht zu. Was unter normalen Umständen schon zu schlimmem Juckreiz und roter Schwellung führt, kann für Allergiker lebensgefährlich sein. Es drohen Atemnot, Kreislaufprobleme und sogar Herzstillstand.

Ein Wespenstich kann bei Allergikern sogar zum Herzstillstand führen.

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"Nach Schätzungen gibt es 20 bis 25 Todesfälle pro Jahr in Deutschland, die auf Insektenstiche zurückzuführen sind", sagt Bettina Wedi von der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Umso wichtiger sei es für Allergiker, vorzusorgen. "Viele Betroffene wissen gar nicht, dass es die Hyposensibilisierung gibt, die fast 100 Prozent Sicherheit bietet", sagt Wedi.

Bei dieser Behandlung werde etwa drei bis fünf Jahre lang das Gift des Insekts in steigender Dosis gespritzt. Anders als bei der Hyposensibilisierung gegen Heuschnupfen sei eine Behandlung auch im fortgeschrittenen Alter genauso erfolgversprechend.

Momentan behandeln die Ärzte in der Notaufnahme täglich Patienten mit schmerzhaften Stichen. "Zwischen ein und fünf Prozent der Deutschen reagieren allergisch auf Bienen- oder Wespenstiche", so Wedi. Dabei gibt es vier Schweregrade von Hautveränderungen wie Quaddeln oder starken Schwellungen bis hin zum Herz- oder Kreislaufstillstand.

Die Patienten entwickeln die Symptome innerhalb der ersten halben Stunde nach dem Stich. Deshalb sollten Betroffene immer ein Notfallset mit einem Antihistaminikum, Glukokortikoid- und Adrenalinpräparat zur Selbsthilfe dabei haben, rät die Medizinerin.