Senioren:Methadon zum Frühstück

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Pflegeheim Altenpflege

"Die Alten heute trinken mehr als die Alten früher", sagt der Gerontopsychiater Dirk K. Wolter.

(Foto: picture alliance / dpa)

Für viele Menschen hält das Alter nicht nur Weisheit, sondern auch Ängste und Einsamkeit bereit. So entsteht bei sehr vielen der Wunsch nach Betäubung. Altenheime stellen sich daher auf immer mehr Suchtkranke ein.

Von Kristiana Ludwig, Berlin

Ihre Liebe begann so spät wie unverhofft, doch sie endete mit einem Absturz. Sie, 87 Jahre alt, traf ihn, 82, in einem Pflegeheim. Beide waren sie vergesslich, bei ihr war es Demenz. Woran sie sich aber noch gut erinnerte, war ihre Vorliebe für Wein. Auch sein Gedächtnis hatte über die Jahre gelitten, die Ursache dafür war allerdings der Alkohol, den er früher reichlich getrunken hatte. Mit der Liebe kam auch der Wein zurück in sein Leben. Drei Monate nach dem Einzug seiner Liebsten brach er sich den Oberschenkelhals - betrunken. Die beiden hatten sich jeden Tag bis zu eine Flasche Wein geteilt, fanden die Pfleger heraus. Und er trank den Löwenanteil.

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