Aktuell:Weltraumpolitik

FILE PHOTO: ISS photographed by Expedition 56 crew members from a Soyuz spacecraft after undocking

Schwerelos: Bisher kreiste die ISS nahezu unberührt von Konflikten durchs All.

(Foto: REUTERS)

Egal was auf der Erde los war - auf der ISS haben die Nationen bisher friedlich zusammengearbeitet. Jetzt aber steigt Russland aus.

Von Nina Himmer

Die Internationale Weltraumstation ISS umkreist die Erde in etwa 400 Kilometern Höhe. Bisher war das genug Abstand für eine gute Zusammenarbeit im All: Raumfahrerinnen und Raumfahrer aus 16 Nationen haben dort gemeinsam gelebt, gearbeitet und geforscht. Bald aber wird es eine weniger sein, Russland steigt aus dem Internationalen Raumprogramm aus. Damit hat die aktuelle Weltlage nun auch den Weltraum erreicht. Als Folge des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine haben sich die Beziehungen zwischen Russland auf der einen und den USA und Europa auf der anderen Seite extrem verschlechtert. Jetzt hat Russland angekündigt, von 2024 an eigene Wege im All zu gehen. Richtig überraschend kommt das nicht, schließlich hatten die Russen bereits damit gedroht, amerikanische Astronauten nicht mehr zu transportieren und die ISS abstürzen zu lassen. Schade ist es trotzdem, galt die Raumstation doch bisher als Symbol einer Zusammenarbeit, die dem Fortschritt der Menschheit dienen soll und relativ immun gegen Krisen und Konflikte war. Wie es mit der ISS weitergeht, ist noch nicht klar. Bisher waren Russen dafür zuständig, die Station auf Kurs zu halten und ihre Besatzung zu transportieren.

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