Aktuell:Schiffsverbot

Deutscher Junge stirbt auf Kreuzfahrt in Italien

Riesige Kreuzfahrtschiffe bringen bis zu 6000 Touristen auf einmal in die Stadt.

(Foto: dpa)

Unbeliebt sind große Kreuzfahrtschiffe in Venedig schon lange. Jetzt wurden sie im Hafen der Stadt aber sogar verboten - aus guten Gründen.

Von Nina Himmer

Markusdom, Rialtobrücke, Dogenpalast, Canal Grande: In Venedig gibt es eine Menge Sehenswürdigkeiten, die italienische Stadt zieht Touristen an wie ein Magnet. An vielen Tagen aber werden all die prunkvollen Gebäude, die berühmten Wasserstraßen, die lehmfarbenen Häuser von gigantischen Kreuzfahrtschiffen überragt, die noch mehr Touristen in die Stadt bringen. Dagegen protestieren Anwohner und Aktivisten schon seit Langem, denn die Schiffsriesen verursachen eine Menge Probleme: Ihre Wellen schaden den Fundamenten der Stadt, ihre Abgase bedrohen die Tiere und Pflanzen im Wasser und ihre Größe ist gefährlich für andere Schiffe. Die italienische Regierung hat deshalb nun ein Verbot beschlossen. Von August an dürfen keine Kreuzfahrtschiffe mehr im Hafen von Venedig anlegen, die länger als 180 Meter, höher als 35 Meter und schwerer als 25 000 Tonnen sind. Dass das Verbot nach jahrelangem Streit nun so schnell kommt, hat mehrere Gründe: die anhaltenden Proteste, die Atempause durch die Corona-Krise und der wackelige Status der Stadt als Weltkulturerbe. Fortan aber sollen das einzig Überragende der Stadt wieder ihre Architektur und ihre Kunstschätze sein - und keine Riesenschiffe

© SZ vom 17.07.2021
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