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Aktuell:Maskenpflicht

Coronavirus - Halle/Saale

Für Fußballfans, Piratenfreaks, mit Pilzen? Seit dieser Woche hat zum Beispiel dieses Nagelstudio in Halle umgerüstet. Dort werden jetzt selbstgenähte Mund-Nasen-Schutzmasken verkauft.

(Foto: Hendrik Schmidt/dpa)

Bayerns Ministerpräsident hat eine mit weiß-blauen Rauten und in vielen Läden kann man jetzt Masken mit lustigen Mustern bestellen: Deutschland rüstet sich für die Maskenpflicht.

Von Christiane Lutz

Sie sind weiß, geblümt und rappelwild gemustert, zum Knoten oder hinters Ohr spannen: Die Masken, die jetzt immer mehr Menschen auf den Straßen tragen. Ein bisschen komisch sieht das aus, wenn das halbe Gesicht auf einmal versteckt ist. Aber hey, Superhelden wie Batman, Spiderman oder Catwoman tragen schließlich auch Masken. Von Montag an gilt auch in Deutschland Superheldenpflicht. Äh, Maskenpflicht. Alle müssen dann beim Einkaufen, im Bus oder der Bahn einen Mund- und Nasenschutz tragen. In den engen Gängen eines Supermarktes oder einer vollen U-Bahn ist es nämlich unmöglich, immer 1,5 Meter Abstand einzuhalten. Das aber ist zurzeit wichtig, um möglichst viele Menschen vor einer Ansteckung mit Corona zu schützen. Man kann sich seine Maske jetzt in vielen kleinen Geschäften nähen lassen. Sie müssen also nicht langweilig aussehen, sondern können schön bunt sein oder lustige Muster haben. Erlaubt ist aber auch, sich Schals und Tücher über das Gesicht zu ziehen. Sieht dann allerdings mehr nach Panzerknacker oder Bankräuber aus. Wichtig ist, sich die Hände vor Anlegen der Maske zu waschen und sie nicht an der Innenseite anzufassen. Also an den Stellen, die mit Mund und Nase in Kontakt kommen. Extratipp: Stoffe mit kleiner Schrift oder Mustern drauf tragen. Wenn jemand erkennt, was drauf ist, ist er oder sie zu nah. Maskengesichter werden bald ziemlich normal in unserem Alltag werden. Vielleicht verleihen sie ja auch ein paar Superkräfte?

© SZ vom 25.04.2020
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