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Rampe statt Kante: So sieht die selbst gebastelte Hilfe für Rollstuhlfahrer aus.

(Foto: Benjamin Hilbig)

Eigentlich ist Lego nur Spielzeug. Doch in München leisten die bunten Steinchen nun auch einen kleinen Beitrag zur Demokratie. Wie das?

Aus Lego kann man so ziemlich alles bauen: Züge und Hubschrauber, Häuser, Rennautos, Pinguine, Bagger, Dinosaurier oder Raumschiffe zum Beispiel. Mit einer guten Idee und genug Steinen wird aus dem Spielzeug aber manchmal mehr. Der höchste Legoturm der Welt etwa steht in Dänemark und ragt 36,2 Meter in den Himmel. In Wuppertal wiederum nutzen Nachwuchsforscher die Steine, um Modelle für Häuser der Zukunft zu entwerfen. Und der spanische Student David Aguilar hat aus Legosteinen sogar einen Ersatz für seinen fehlenden rechten Arm gebaut. Mit der Prothese kann er Dinge festhalten und greifen. In München wiederum gibt es seit Neuestem eine Lego-Rampe. Sie hilft Menschen mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen dabei, einfach und bequem in das Jugendzentrum Boomerang im Stadtteil Moosach zu rollen. Dort verbringen normalerweise Kinder ihre Freizeit, doch am 15. März wird der Ort zu einem Wahllokal. Damit jeder dort seine Stimme abgeben kann, haben die Kinder innerhalb von zwei Wochen aus rund 1000 Legosteinen die Rampe gebaut und mit Harz verklebt. Das macht sie stabil, schützt vor Steinchendiebstahl und leistet einen quietschbunten Beitrag zur Demokratie in der Stadt.

© SZ vom 29.02.2020

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