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Aktuell:Freund und Musiker

Coronavirus - München

Jetzt gibt's Ärger: Größere Gruppen sind gerade nicht mehr erlaubt.

(Foto: Matthias Balk/dpa)

Sonnenanbeter einsammeln, Musik machen, Fragen beantworten: Die Arbeit der Polizei hat sich durch das Coronavirus sehr verändert.

Von Katrin Freiburghaus

Verkehrsunfälle? Einbrüche? Gibt es beides gerade weniger als sonst. Die Straßen sind leerer, und auch Einbrecher wissen natürlich, dass gerade alle zu Hause hocken. Die Polizei hat also an manchen Stellen ein bisschen weniger zu tun, verrät ein Sprecher der Polizei München. Dafür kommt eine neue Aufgabe hinzu: Sorgen statt Verbrechen bekämpfen. Viele Polizistinnen und Polizisten sind jetzt damit beschäftigt, Fragen zu beantworten. Die Leute wollen zum Beispiel von ihnen wissen, ob sie trotz Corona an den See fahren dürfen (ok, wenn man Abstand hält) oder Handwerker bestellen dürfen (nur im Notfall). Andere brauchen beruhigende Worte, weil die Situation sie verunsichert. Am nettesten hat darauf die spanische Polizei reagiert. In den Gassen von abgeriegelten Dörfern haben Polizisten Gitarre gespielt, getanzt und gesungen - gemeinsam mit den Menschen, die durchs Fenster zuschauten. Ein schöner Moment für alle. Die Münchner Polizei macht keine Musik, lobt aber alle, die daheimbleiben. Beim Rest läuft es ein bisschen wie in der Schule: Wenn etwas zum dritten Mal erklärt werden muss, wird der Ton strenger. Für Treffen in der Gruppe gibt es eine Strafe, in Augsburg etwa 55 Euro.

© SZ vom 28.03.2020
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