Aktuell:Entlastungspaket

Strompreisbremse, Einmalzahlungen, Heizkostenzuschuss für Wohngeldempfänger und neues Bürgergeld: Die Koalition hat in e

Geschnürt ist es also schon mal. Aber was passiert jetzt mit dem Entlastungspaket?

(Foto: Rolf Kosecki / IMAGO)

Die Regierung hat nichts mit der Post zu tun, schnürt aber trotzdem ein Paket nach dem anderen. Was soll das? Und was steckt da drin?

Von Nina Himmer

Ein Entlastungspaket bei der Post aufzugeben, würde alle in den Wahnsinn treiben: An welche Adresse soll das gehen? Was wiegt eine Entlastung? Hat das Paketmaße? Wie soll man das bloß frankieren? Gerade ist ständig die Rede davon, dass die Bundesregierung Pakete schnürt. Als ob Klebeband nicht besser halten würde! Der Punkt ist aber: Ob Schnur, Band oder Schleife drum ist völlig egal. Es ist ja kein echtes Paket, sondern nur ein Sprachbild. Man behilft sich damit, weil es keinen richtig guten Begriff für die vielen Maßnahmen gibt, mit denen die Regierung die Menschen gerade entlasten will. In diesem gedanklichen Paket steckt vieles: eine Erhöhung des Kindergeldes, eine Strompreisbremse, mehr Geld für Rentnerinnen, Rentner und Studierende und ein Nachfolger für das Neun-Euro-Ticket zum Beispiel. Es ist das dritte Paket, das die Ampelkoalition seit Beginn des Angriffs von Russland auf die Ukraine beschlossen hat. Der Krieg dort und auch Corona haben vieles teurer gemacht, allem voran Energie. Von Eiskugel über Schwimmbadeintritt bis zu den Heizkosten treibt das die Preise nach oben. Die Maßnahmen müssen aber noch umgesetzt werden. Erst dann kann man über das Paket sagen: erfolgreich zugestellt.

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