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24 Stunden mit...:... Skikes, den Sommer-Langlaufskiern

Schon wieder ein neues Rollgerät, das vor allem an eins erinnert: Wie man mit Schmackes auf den Asphalt prallt? Stimmt gar nicht!

Drei Gelenke müssen gebeugt werden, macht der Trainer vor, das Sprung-, Knie- und Hüftgelenk. Dadurch gerät der Anfänger in die auch bei Skifahr-Neulingen berüchtigte Po-Herausstreck-Haltung, aber das gibt sich schnell. Dann lässt einen der Trainer erst mal ein bisschen ohne Stöcke vor sich hin rollern, erst auf einem Bein und dann mit beiden, um ein bisschen Gefühl für das Ganze zu bekommen.

Skikes - eine einfache Bremskonstruktion macht das Fahren leicht.

(Foto: Foto: oh)

Dabei lernt man, dass man O-Beine hat: Denn bei den Skikes wird mittels einer Schraube eine X- und O-Beinstellung ausgeglichen, um eine ideale Roll-Position herzustellen. Bei mir muss das mit der Maximal-Einstellung gemacht werden. Dann kommen die Stöcke dazu, Schwung mit dem linken Bein, Schwung mit dem rechten Bein, abwechselnd links und rechts Stockeinsatz.

Bis der Trainer erklärt: Diese Fahrweise wird unter Profis gemeinhin als "Hausfrauenstil" bezeichnet. Skikes fördern also zutage, dass man eine O-beinige Hausfrau ist, was man selber nicht so unbedingt gedacht hätte. Um diesem Bild entgegenzuwirken, rät der Trainer zum gleichzeitigen Stockeinsatz, was nicht nur das Tempo, sondern auch den Spaß erhöht.

Das Bremsen geht dabei im Vergleich zu Inline-Skates unglaublich einfach, weil man nur einen Fuß nach vorne schieben muss, wodurch eine Bremsscheibe auf die hintere Rolle gepresst wird - und man steht. Die Skikes lassen sich nicht mal durch den einsetzenden Nieselregen und die vielen Kiesel auf dem Übungsweg aus dem Rollen bringen.

Nach einer Stunde skiken ist die Angst um die Handgelenke endgültig verschwunden, Schmerzen wird es trotzdem geben, nämlich einen ordentlichen Muskelkater.

Das Einsteigerpaket mit Stöcken kostet 279 Euro. Weitere Informationen und Trainingsmöglichkeiten .

© SZ vom 11.05.2009/bilu
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