16. Februar 2016, 10:39 Beziehungen in digitalen Zeiten Liebe aus dem Netz gefischt

Das Internet verführt, verkuppelt und verkauft. Doch kann ein Online-Portal die große Liebe für uns finden? Und kann eine virtuelle Paarberatung sie retten? Was tut das Netz überhaupt für die Liebe - und was hat es ihr angetan? Eine Spurensuche.

Von Violetta Simon

Der Mensch, ständig ist er auf der Suche: nach seinen Autoschlüsseln, dem Traumjob, einer neuen Wohnung. Vor allem aber nach der großen Liebe. Nie gab es so viele Singles wie heute, jeder fünfte Deutsche lebt allein. Laut einer Studie des Hamburger Analyse-Instituts Nielsen nutzt inzwischen die Hälfte von ihnen das Internet als Kontaktbörse - achtmal so viele wie vor zehn Jahren. Kein Wunder: Das Internet schläft nie, kennt weder Sperrstunde noch Ladenschluss, steht uns unabhängig von Zeit und Raum zu Diensten. Es begleitet uns überallhin, versendet unermüdlich Botschaften, funkt unsere Selbstdarstellung in Dauerschleife in die Welt.

Es hat aber auch die Kommunikation zwischen Paaren verändert. Es vollzieht Hochzeiten, Scheidungen und ersetzt den Paartherapeuten - oder versucht es zumindest. Was aber kann das Internet wirklich für die Liebe tun? Und wo stößt es an seine Grenzen?