Zürcher TheaterspektakelWas, ein Wal?

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Täuschend echt, inklusive eines olfaktorischen Effekts: die Wal-Skulptur am Zürichsee.
Täuschend echt, inklusive eines olfaktorischen Effekts: die Wal-Skulptur am Zürichsee. Michael Buholzer/dpa

Klimawandel, Post-Neo-Kolonialismus, Feminismus – und alles aufeinander bezogen: Zum Auftakt des aufregenden Zürcher Theaterspektakels.

Von Egbert Tholl

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Der Wal ist der Hit. Am Utoquai, auf der Uferpromenade am Zürichsee, liegt ein Pottwal. Liegt da, unweit der Zürcher Oper, und muffelt. Ist ungefähr 15 Meter lang, also eher noch ein Teenager. Der Erste, der ihn am Morgen sah, war ein Jogger, und er beschwor, ja, der hat sich bewegt, als sie ihn aus dem Wasser zogen. Jetzt liegt er da, der Wal, die Fläche um ihn herum ist abgesperrt, ein kleines, weißes Zelt steht daneben, darin norwegische Forscher, Wal-Experten. Die meisten von ihnen schauen ein bisschen zerzaust aus, aber es war ja auch noch sehr früh, als der Wal an Land gezogen wurde. Mitunter bewässern sie den Wal-Kadaver, bereitwillig beantworten sie Fragen der Umstehenden, die immer mehr und mehr werden.

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