Zeitgeschichte:Wehr dich, mein Kind!

Lesezeit: 2 min

Bundestag gedenkt Opfer des Nationalsozialismus

"Ich trug den gelben Stern": Inge Deutschkron, die rastlose Aufklärerin.

(Foto: Michael Gottschalk/dapd)

"Ich trug den gelben Stern": Inge Deutschkron, Holocaust-Überlebende und rastlose Aufklärerin, wird 95.

Von Norbert Frei

Ihr wichtigstes Buch war schon Schullektüre, als noch kaum jemand von "Zeitzeugen" sprach. "Ich trug den gelben Stern", Inge Deutschkrons schnörkelloser Bericht über ihr knappes Überleben als Jüdin im Berlin der frühen Vierzigerjahre, kam 1978 heraus, im Jahr vor der Ausstrahlung von "Holocaust". Anders als die amerikanischen Fernsehserie, die zwar Millionen berührte und eine Zäsur im zeitgeschichtlichen Bewusstsein der Deutschen markierte, aber nicht eigentlich etwas bewegen wollte, ging und geht es Inge Deutschkron um Konsequenzen aus der Erfahrung des Dritten Reichs: Ihre Autobiografie ist darauf angelegt zu zeigen, dass niemand tatenlos zuschauen musste, als die Juden erst denunziert, dann schikaniert, dann deportiert wurden.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Zigarettenrauch
Essay
Rauchen, um sich ganz zu fühlen
Erbschaft
Jetzt noch schnell das Haus verschenken
Bundesarbeitsgericht
Arbeitszeiterfassung wird Pflicht
Interview mit Sido
"Mein Problem war selbst für die Profis relativ neu"
Geheimdienste im Ukraine-Krieg
An der unsichtbaren Front
Zur SZ-Startseite