Auch Bundeskanzler Friedrich Merz stellte zuletzt fest, dass wir „inmitten eines Epochenbruchs“ leben. Die Ausrufung einer „Zeitenwende“ (Olaf Scholz), einer neuen Ära, einer neuen Weltordnung ist fast schon ein eigenes Genre geworden. Der Ukrainekrieg, Trumps Auftritt in Davos und die Morde auf offener Straße, die die ICE-Beamten in den USA begehen, erscheinen beispiellos. Aber ist die Lage wirklich so epochal? Anruf bei einem, der sich täglich mit Anfängen und Enden von Epochen beschäftigt: dem Potsdamer Historiker Frank Bösch.
Interview mit dem Historiker Frank Bösch„Epochenbrüche werden oft zu schnell ausgerufen“
Lesezeit: 5 Min.

Der Historiker Frank Bösch ist skeptisch, ob die jüngsten Krisen den Lauf der Geschichte wirklich fundamental beeinflussen – die wahre Zeitenwende vollziehe sich dahinter. Ein Gespräch über die Grenzen und die Notwendigkeit des Alarmismus.
Interview von Sonja Zekri

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Früher mal veröffentlichte die Politik ihre Entscheidungen – heute beherrscht Donald Trump mit seinen Posts die Politik. Über die große Macht, die erwächst durch Überflutung unserer Aufmerksamkeit mit Themen, Drohungen und Beschimpfungen.
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