Social MediaBlutige Hölle

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Eine harmlose Fast-Fashion-Hose? Offenbar nicht.
Eine harmlose Fast-Fashion-Hose? Offenbar nicht. IMAGO/D. Kerlekin

Eine „Todeshose“ fordert „Opfer“: Es ist kein Zufall, dass der virale Modetrend des Sommers einer Kriegsinszenierung gleicht.

Von Julia Werner

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Früher legte man sich als erwachsene Person auf die Fresse wie folgt: Man stürzte, fluchte, stand wieder auf und stellte mit einem Blick sicher, dass es niemand gesehen hatte. Es waren schöne Zeiten. Denn heute, das ist seit der viralen Modegeschichte dieses Sommers klar, ist Eigenverantwortung kein Thema mehr, weder für die eigene Würde noch für die eigenen Füße. Schuld am Sturz ist nämlich jetzt der Schrottklamottengigant Zara. Unter Hashtags wie „#deadlyzarapants“ oder „#zaratrousersdangerous“ sammeln sich zurzeit auf Tiktok Hunderte dramatische Videos zu Unfällen in einer weiten Hose der Marke, die Luxuslabels in Sachen popkultureller Einfluss längst den Rang abläuft. Bad Bunny? Verkauft seine Kollektion bei Zara. Modetopfotografen? Inszenieren Zeitgeist längst bei Zara. Es ist sicherlich kein Zufall, dass auch der Social-Media-Hit dieser Wochen vom spanischen Textilriesen kommt.

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