TheaterNichts ist klar, Herr Kommissar

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Juliane Köhler, Lea Ruckpaul und Felix Klare tragen die Fälle in „Die Rückseite des Lebens“ vor.
Juliane Köhler, Lea Ruckpaul und Felix Klare tragen die Fälle in „Die Rückseite des Lebens“ vor. (Foto: Adrienne Meister)

Das Münchner Residenztheater bringt knappe Gerichtsreportagen von Yasmina Reza als szenische Lesung mit Juliane Köhler und Felix Klare auf die Bühne. Wer Urteile sehen will, ist hier falsch, wem es um Mitgefühl geht, genau richtig.

Von Christiane Lutz

Streng genommen ist es nicht zwingend, Yasmina Rezas „Die Rückseite des Lebens“ auf eine Theaterbühne zu bringen. Ihr erst 2025 erschienenes Buch enthält Kurzgeschichten, Miniaturen von französischen Gerichtsprozessen, die die Autorin besucht und aufgeschrieben hat, Mord, Vergiftung, Verzweiflung, abwechselnd mit persönlich-kuriosen Anekdoten. Die Vielzahl an Personen, die Szenenwechsel, der reportageartige Stil drängt nicht wirklich nach theatraler Umsetzung. „Die Rückseite des Lebens“ ist vor allem eine sehr gute, erschütternde Lektüre. Aber weil Yasmina Reza nun mal Yasmina Reza ist, eine vom Publikum verehrte Dramatikerin, und weil das Residenztheater eine besondere Beziehung zu ihr pflegt und das Buch eben tief ans Menschliche rührt, hat man sich wohl für die unkomplizierte „szenische Einrichtung“ des Buches entschieden, also eine Art Lesung mit spielerischen Elementen.

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