DebatteDer falsche Mann

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Ein Mann mit geradezu bizarren Ansichten: Wolfram Weimer, Kulturstaatsminister.
Ein Mann mit geradezu bizarren Ansichten: Wolfram Weimer, Kulturstaatsminister. Bernd Elmenthaler/IMAGO/ESDES.Pictures

Wolfram Weimer erscheint so überfordert, dass er sich nicht anders zu helfen weiß, als dreist die Unwahrheit zu verbreiten. Ist der Schaden, den er sich selbst und seinem Amt als Kulturstaatsminister zugefügt hat, noch zu reparieren?

Essay von Claudius Seidl

Wolfram Weimer, der Staatsminister für Kultur und Medien, ist, alles in allem, ein sympathischer Mensch mit angenehmen Manieren und einer freundlichen Stimme – und wenn er wirklich der konservative Denker wäre, für welchen der Bundeskanzler ihn anscheinend hält (und er sich selber wohl auch), ein Mann also, der Herkunft, Tradition, Geschichte als Auftrag und Verpflichtung begriffe: Dann wäre gegen ihn nichts einzuwenden. Im Gegenteil. Dem gefühlslinken und oft ein bisschen denkfaulen Kulturbetrieb würde so ein Konservativer womöglich ganz guttun, schon weil er Künstler und Kulturfunktionäre zur Selbstreflexion und Schärfung der eigenen Meinungen provozierte.

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Von Felix Stephan

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