Beim Berliner Theatertreffen ist Sebastian Hartmann gerade so etwas wie der Regisseur der Stunde. Die großzügige und vielleicht auch etwas schrullige Auswahljury hat gleich zwei seiner Inszenierungen eingeladen, einen dekonstruierten „Hauptmann von Köpenick“ am Staatstheater Cottbus und einen fünfstündigen Hochleistungsmonolog nach dem Houellebecq-Roman „Serotonin“ am Theater Potsdam. Zwei von zehn der nach Ansicht der mutigen Jury besonders „bemerkenswerten“ Inszenierungen des Jahres verdanken sich damit Hartmanns Oldschool-Regietheater, das immer so wirkt, als hätte sich der Regisseur selbst unter Genie-Verdacht gestellt und wäre etwas zu ausgiebig damit beschäftigt, die eigenen Einfälle zu bewundern.
TheaterIm Schlaf erschien ihr Justin Bieber
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Sebastian Hartmann adaptiert am Schauspiel Dresden das Buch „Träume in Europa“ des Dramatikers Wolfram Lotz. Dabei verliert er sich zunehmend selbst im Dämmernebel.
Von Peter Laudenbach
