bedeckt München

Debattenkultur:Wider das Gift kollektiver Identität

SZ-Illustration: Stefan Dimitrov

Die Diskurse werden immer emotionaler, immer beleidigender. Wenn Empörung die Abwägung von Gründen ersetzt - dann zerstört das unsere Chance auf ein freies Miteinander. Es ist an der Zeit, an unseren Gemeinsamkeiten zu arbeiten.

Gastbeitrag von Gesine Schwan

In seinem Artikel "Wie viel Identität verträgt die Gesellschaft?" in der FAZ warnte Wolfgang Thierse angesichts der immer stärker werdenden Radikalisierung von Diskursen davor, Menschen, deren Meinungen einem nicht passen, auszuschließen. Er warb stattdessen dafür, im Diskurs Gemeinsamkeiten zu definieren: Wie wollen wir zusammenleben? Entscheidend dafür seien Argumente und nicht Identitäten. Im Deutschlandfunk ergänzte Thierse, es könne zum Beispiel nicht sein, dass seine Ansichten per se als die eines "alten weißen Mannes mit heterosexueller Orientierung" abgetan würden.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Eichhörnchen in der Ukraine
Geldanlage
So findet man den passenden ETF
Loslassen
Psychologie
Wie man es schafft, endlich loszulassen
Karneval-Konzept für Corona
Rheinland
Der Armin, das ist Familie
Hendrik Streeck Portrait Session
Hendrik Streeck im Interview
"Wir werden noch lange mit dem Virus leben müssen"
U.S. President Trump campaigns in Jacksonville, Florida
USA
Trumps verheerende Bilanz
Zur SZ-Startseite