„Nicht erschrecken, aber ich werde gleich schreien!“ Kari Leibowitz steht im schwarzen Badeanzug auf einem Steg im Norden von Amsterdam. Dass sie gleich schreien wird, liegt daran, dass es Ende November ist, also kalt und: das Wasser noch kälter, etwa neun Grad nämlich. Sie lässt sich an der Metalltreppe hinab und: schreit. Dann stößt sie sich vom Steg ab, rudert einen Meter mit den Armen nach hinten, schwimmt zurück zur Treppe, klettert wieder raus. Zum Glück, sagt sie, wartet direkt neben der Leiter eine Saunahütte.
SachbuchDas Glück liegt im Eiswasser
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Warum gibt es in der Arktis weniger Winterdepressionen? Die Psychologin Kari Leibowitz erklärt in „Wintern“, wie man die dunkle, kalte Zeit besser übersteht. Ein Treffen beim Eisbaden in Amsterdam.
