Willy Brandt und der Geheimdienst:Der Observatör

Willy Brandt und der Geheimdienst: Westbindung auf Urlaub: Bundeskanzler Willy Brandt erholt sich 1972 am Strand von Florida.

Westbindung auf Urlaub: Bundeskanzler Willy Brandt erholt sich 1972 am Strand von Florida.

(Foto: Horst Ossinger/picture alliance)

Der alte Vorwurf ist wieder da, Willy Brandt sei "Informant" des amerikanischen Geheimdienstes gewesen. Was an den alten und neuen Gerüchten dran ist.

Von Willi Winkler

Mit großem Trara berichtet der Spiegel in seiner neuen Ausgabe, der junge Willy Brandt sei "Informant" und "bezahlter Hinweisgeber" des amerikanischen Militärgeheimdienstes CIC gewesen, der ihn unter der Registriernummer O-35-VIII geführt haben soll. Mit knapper Not wird das Wort "Spion" vermieden. Brandt, oder wie ihn der Spiegel im Anlauf zum Denkmalsturz charakterisiert: "SPD-Ikone, Kanzler, Friedensnobelpreisträger", soll zwischen 1948 und 1952 dem CIC Informationen aus dem "Ostbüro" der SPD geliefert haben.

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