Was für ein herrliches Setting. In der Werft, Hauptspielort des Zürcher Theaterspektakels, steht ein Büro, ein Archiv, eine Bibliothek. Liebevoll gebaut, Bücherregal, Tresen, Aktenordner in Holzschränken. In der Mitte eine große Uhr, deren Zeiger sich manchmal wie verrückt drehen. Um Zeit geht es ja auch, beziehungsweise darum, sie anzuhalten, zum Augenblick zu sagen, er sei so schön und solle nie vorübergehen. Es geht also um Faust. Um „Faustus in Africa!“.
William KentridgeMephisto ist jetzt weiß
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Mephisto (Wessel Pretorius, ganz links), Faust und ein paar afrikanische Würdenträger als Puppen der Handspring Puppet Company.
Kim Gunning„Faustus in Africa!“ ist wieder auf Tour. Vor 30 Jahren rüttelte das Stück von William Kentridge und der Handspring Puppet Company die europäische Theaterszene auf. Welche Kraft hat es heute noch?
Von Egbert Tholl
