Elfriede Jelinek bei den Wiener Festwochen:"Wir sind unsre eigene Republikflucht"

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"Unsere unselige Geschichte allerdings ist immer da, aber halt unter dem Boden": Elfriede Jelinek bei ihrer auf Video aufgezeichneten Ansprache bei der Ausrufung der "Freien Republik Wien". (Foto: Wiener Festwochen)

Die Wiener Festwochen erklären sich zur "Freien Republik" - und Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek spricht bei der Ausrufung des neuen Kunststaates in Zeiten des "Rechtsüberholens".

Gastbeitrag von Elfriede Jelinek

Ein neuer Staat mitten in Europa, mit Hymne, Fahne und Verfassung: Mit dem Start der Wiener Festwochen an diesem Freitagabend wird dies Realität. Intendant Milo Rau gibt der ersten Ausgabe des Festivals unter seiner Regie einen sehr eigenen Rahmen - und erklärt die Spielstätten in der österreichischen Hauptstadt zur "Freien Republik Wien". Zur Ausrufung der Kunstrepublik trägt am Eröffnungsabend Elfriede Jelinek bei, bislang bekannt als Dramatikerin und Nobelpreisträgerin, von nun an auch neben Kirill Serebrennikov, Sibylle Berg, Kim de l'Horizon und anderen Mitglied des "Rats der Republik". Die SZ dokumentiert ihre Rede.

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