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Wiener Burgtheater:Ganz lieb

Ein Volksfeind | Henrik Ibsen | Burgtheater

Zwerg unter Zwergen: Joachim Meyerhoff als Tomas Stockmann.

(Foto: Georg_Soulek)

Ibsens "Volksfeind" in der Bearbeitung von Frank-Patrick Steckel für die Inszenierung seiner Tochter Jette an der Wiener Burg wird die Welt leider auch nicht retten.

Von Wolfgang Kralicek

Das Thema von Henrik Ibsens Drama "Ein Volksfeind" (1882) ist aktuell: In einem Kurort soll ein vom Badearzt Tomas Stockmann aufgedeckter Umweltskandal vertuscht werden. Der Bürgermeister, Stockmanns Bruder, befürchtet ein wirtschaftliches Desaster für seine Gemeinde und das Ende seiner politischen Karriere. Die Medien, vertreten durch das Lokalblatt, spielen eine wenig rühmliche Rolle. Die Geschichte wirkt einerseits so aktuell, dass der "Volksfeind" seit einigen Jahren oft gespielt wird. Da sie aber im Vergleich zu den globalen Sauereien von heute etwas läppisch erscheint, wird das Stück gern mehr oder weniger heftig bearbeitet. Für das Schauspielhaus Zürich etwa haben Dietmar Dath und Stefan Pucher den "Volksfeind" vor zwei Jahren radikal in die Medienwelt der nahen Zukunft transponiert.

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