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Elektronische Musik:"Ich habe als DJ im Moment die Zeit meines Lebens"

"Es ging aufs offene Meer hinaus, man hatte das Gefühl, das Gute setzt sich durch. Alle machen sich nackig und kommen zur Loveparade. Das waren die Neunziger." - Westbam 2019.

(Foto: Robert Haas)

Westbam rief einst die Loveparade mit ins Leben und gilt als prägender Pionier der deutschen Techno-Szene. Ein Gespräch über Musik, Utopien, das Prinzip vom geistigen Eigentum - und Mozart.

Die Sprachmelodie von Maximilian Lenz alias Westbam ist bereits Musik, niemals spricht er einen Satz einfach nur dahin, er dehnt die Wörter und zieht sie an den dramaturgisch entscheidenden Stellen nach oben und in die Länge, lässt Kunstpausen entstehen, er wechselt plötzlich ins hämmernde Stakkato, gefolgt von gelegentlichem Murmeln und Raunen. Zu erzählen hat er viel: Seine Wurzeln liegen im Westberlin der frühen Achtziger, später war er eine der prägenden Techno-Figuren. Mit anderen gründete er die Loveparade, das Techno-Festival Mayday und das wegweisende Label Low Spirit, einige Jahre war er einer der erfolgreichsten Techno-DJs der Welt. Heute lebt der 54-Jährige mit seiner Familie auf Mallorca und in Berlin. Auf seinem neuen Album "Risky Sets" gelingt ihm mit den Rappern Kendrick Lamar, Drake, Wiz Khalifa, Busta Rhymes, Tyler The Creator und Lil Wayne ein Schulterschluss mit dem Hip-Hop, der wichtigsten Pop-Kultur der Gegenwart.

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