BerlinWenn die To-do-Liste explodiert

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Macht nun für fünf Monate zusätzlich auch in Kultur: Stefan Evers (CDU), Berliner Senator für Finanzen.
Macht nun für fünf Monate zusätzlich auch in Kultur: Stefan Evers (CDU), Berliner Senator für Finanzen. Carsten Koall/Carsten Koall/dpa

In Berlin übernimmt Finanzsenator Stefan Evers nach dem Rücktritt von Sarah Wedl-Wilson nun auch das Kulturressort. Sparen kann er – aber das wird nicht reichen, um der Hauptstadt gerecht zu werden.

Von Peter Laudenbach

Und, wie geht es nun weiter im Sumpf der Berliner Kulturpolitik? Finanzsenator Stefan Evers (CDU) wird das Kulturressort mitübernehmen – ein Provisorium bis zur Wahl im September. Der Rücktritt der Kurzzeit-Senatorin Sarah Wedl-Wilson (parteilos)  vergangenen Freitag war eher die Fortsetzung der Dauerkrise als ihre Lösung. Wedl-Wilsons Vorgänger Joe Chialo (CDU), ein charmanter Amateur, war gerade mal zwei Jahre im Amt, Wedl-Wilson ist nach elf Monaten über ihre Rechtsbrüche in der Fördergeld-Affäre gestolpert. Jetzt muss Evers für die kommenden fünf Monate irgendwie die Geschäfte führen. Die Verweildauer in der Kulturverwaltung hat sich von Senator zu Senator halbiert. Aber die begrenzte Halbwertzeit der Amtsträger, die Kurzatmigkeit ihrer Politik und der daraus resultierende Vertrauensverlust sind noch das kleinste Problem der Berliner Kulturpolitik.

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