bedeckt München

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk:Verrat am Kulturauftrag

13.04.2017, Aelmhult, Kronobergs laen, SWE - Billy-Regale im IKEA-Museum. (Aelmhult, Ausstellung, Belletristik, Bibliot

Eine Leerstelle? Man stelle sich das einfach mal vor: Es gäbe so etwas wie eine öffentlich finanzierte Sendeanstalt, in der sich Literaturkritik entfalten kann, ohne ökonomischem Druck ausgesetzt zu sein.

(Foto: Frank Sorge/imago)

Der WDR streicht sein Literaturprogramm zusammen. Weiß der öffentlich-rechtliche Rundfunk, welchen Schaden er anrichtet?

Von Felix Stephan

Am vergangenen Freitagabend hat der Westdeutsche Rundfunk eine E-Mail an seine Mitarbeiter geschickt. In dieser E-Mail verkündet die Sendeanstalt massive Streichungen in ihrem Literaturprogramm, schon von März an soll es in der Sendung "Mosaik" im WDR3 keine Buchrezensionen als feste Rubrik mehr geben. Insgesamt stehen vier Literatursendungen und -rubriken vor einer ungewissen Zukunft. Timing, Kommunikation, Organisation erinnern an eine Art feindliche Übernahme. Man traut seinen Augen kaum.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Sebastian Kurz und Johannes Häfele als Sebastian Kurz in "Willkommen Österreich"
Politische Parodie
"Am meisten Mühe habe ich mir mit seinem Lächeln gegeben"
Coins sorted by value Copyright: xAlexandraxCoelhox
Geldanlage
Warum ETF-Anleger jetzt aktiv werden müssen
Tokyo
Corona-Pandemie
Was wir von Asien lernen können
Umarmung
Psychologie
"Verzeihen ist wichtig für die psychische Gesundheit"
Studium: Studenten in einem Hörsaal der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz
Jurastudium
Am Examen gescheitert
Zur SZ-Startseite