FeminismusTaugt die Hexe als Symbol der weiblichen Emanzipation?

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Walpurgisnacht im bayerischen Kirchseeon.
Walpurgisnacht im bayerischen Kirchseeon. Peter Hinz-Rosin/SZ

Die Hexenverfolgungen der frühen Neuzeit waren organisierte Massenmorde. In der Popkultur der Gegenwart gilt die Hexe als Inkarnation der weiblichen Emanzipation. Passt das so gut zusammen, wie wir glauben?

Gastbeitrag von Rebekka Endler

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Alle Jahre wieder, in den Frühlingsnächten zwischen April und Mai, feiern kostümierte Menschen mit Hüten, Besen und angeklebten Warzen ausgelassen um Feuer, verbrennen Puppen und brauen Tinkturen. Während der Feierlichkeiten rund um die Walpurgisnacht vom 30. April auf den 1. Mai wird mancherorts für Fruchtbarkeit der Tiere, Böden und Menschen getanzt, unliebsame Personen werden rituell verflucht, in der Hoffnung, der Einfluss des Ex oder der von Donald Trump möge wie ein gerupftes Unkraut vergehen. Von Grimms „Hänsel und Gretel“ oder Goethes „Faust“ über Bibi Blocksberg bis hin zu den Hexen-Influencern in den sozialen Medien: Hexen-Folklore ist Teil unserer Kultur.

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