DebatteWal, erlöse uns

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So sieht ein freier Artgenosse des gerade in der Lübecker Bucht gestrandeten „Timmy“ aus: ein springender Buckelwal im Indischen Ozean.
So sieht ein freier Artgenosse des gerade in der Lübecker Bucht gestrandeten „Timmy“ aus: ein springender Buckelwal im Indischen Ozean. imago stock&people

Man könnte in diesen Tagen meinen, es passiere gerade etwas im Zusammenleben von Tieren und Menschen. Ist es die Sehnsucht nach Freundschaft mit anderen Spezies? Oder doch ganz profan: schlechtes Gewissen?

Essay von Kathleen Hildebrand

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Ein Handyvideo macht die Runde, das eine bewegende Heldenreise zeigt: Ein Kojote schwimmt durch die Bucht von San Francisco zur Gefängnisinsel Alcatraz, eine Meile durchs zehn Grad kalte Wasser. Er schüttelt sich, schleppt sich vor Erschöpfung und Kälte zitternd an Land, auf diesen Felsen im Meer, der als für Menschen unerreichbar gilt – eine Flucht, nicht von, sondern nach Alcatraz. Er habe sein Leben riskiert, heißt es, auf der Flucht vor ihr Territorium verteidigenden Artgenossen. Aber vielleicht floh er auch die Zivilisation?

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Debatte
:Es gilt die Unschuldsvermutung

Tiere sind die besseren Menschen, heißt es. Fällt es deshalb so leicht, sie mit Empathie zu überhäufen – während uns menschliches Leid oft nicht rührt? Zum großen Herzzittern rund um das Äffchen Punch.

SZ PlusEssay von Gerhard Matzig

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