„Angst ist kein Programm“, verkündete die im Straßenwahlkampf in Sachsen-Anhalt bemerkenswert präsente Kleinpartei Volt. Ja, Angst ist kein Programm. Aber in Sachsen-Anhalt war es zur Abwechslung nicht die AfD, die versuchte, Ängste zu säen und damit Stimmen zu ernten. Passend zu ihrem Strahlemann Ulrich Siegmund und im Vertrauen darauf, dass die Ängste ihrer Wähler gefestigt genug sind, verkündete sie frischfröhlich: „Alles ist möglich“. Das klang nach Aufbruch, nach Attac und Toyota, frei von dem wütenden Untergangssound, mit dem diese Partei groß geworden ist.
Mecklenburg-VorpommernAngst auf allen Seiten
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„Ich bitte um die Stimmen von allen, die verhindern wollen, dass die AfD die Macht übernimmt“: Ein Schwesig-Wahlplakat in Rostock.
Sean Gallup/Getty ImagesWelche Partei versucht gerade wirklich, mit einem Untergangssound Stimmen zu gewinnen? Und ist es wahr, dass die Menschen nicht mehr miteinander reden wollen? Beobachtungen aus der ostdeutschen Provinz.
Gastbeitrag von Deniz Yücel
