Vorschlag-Hammer Neuestes aus dem Freundeskreis

Die Penzberger Ausstellung rund um den aus Österreich stammenden Maler Werner Berg ist ein echter Renner. Und weil's so schön ist, gibt es dort an diesem Freitag "Kunst&Konzert mit Janez Gregoric&Arthur Ottowitz", zwei Musikern aus Bergs Heimat. Mit Gitarre und Mundharmonika zaubern sie Blues, Folk und Volksmusik aus Kärnten ins Museum

Kolumne von Karl Forster

Sie konnte stundenlang erzählen vom Projekt "Werner Berg". Schon Wochen vor der Vernissage Mitte März war Anne Funck, diese so lustige wie kluge Freundin, ganz gefangen von diesem Auftrag: Sie sollte für das Penzberger Campendonk-Museum eine Ausstellung rund um den Maler Werner Berg kuratieren. Und plauderte zum allseitigen Vergnügen den Abend lang über diese rätselhafte Figur der Kunstszene, über diesen nahe Wuppertal geborenen Wahlösterreicher, der hierzulande nahezu unbekannt ist, dem man aber in seiner zweiten Heimat sogar ein eigenes Museum gewidmet hat. Die Penzberger Ausstellung ist ein echter Renner. Und weil's so schön ist, gibt es dort an diesem Freitagabend "Kunst & Konzert mit Janez Gregoric & Arthur Ottowitz", zwei Musikern aus Bergs Heimat, mit Gitarre und Mundharmonika zaubern sie Blues, Folk und Volksmusik aus Kärnten ins Museum.

Eine andere Freundin, Annette aus Wien, brachte mich auf den Schriftsteller Daniel Glattauer, der, bevor er sich so nennen durfte, als schon recht namhafter Journalist in Wien gearbeitet hat. Dann gelang ihm nach ein paar auch nicht so üblen Versuchen, wovon wir alle träumen: Ein Welterfolg mit nur einem einzigen Buch: "Gut gegen Nordwind". Weil nun meine Freundin Annette just beim Wiener Zsolnay-Verlag arbeitet, wo Glattauers Werke erscheinen, war sie voller Geschichten von den Lesereisen und sonstigen Abenteuern mit dem Shooting Star. Und ich dachte manchmal, vielleicht habe ich da doch irgendwas übersehen in meinem Schreiberleben. Wie auch immer. Die Theaterfassung Gut gegen Nordwind gibt es am Freitag und Samstag im Teamtheater.

Und noch ein Tipp aus der Persönlichkeitskiste: Ein einziges Mal durfte ich mit unserer SZ-Band Deadline auf der Bühne des Theatron spielen; vor ein paar Jahren war das, es hat geregnet, es war kalt, die eigentliche Veranstaltung im Olympiagelände war schon vorbei, und doch fand sich ein etwa hundertköpfiges Grüppchen im Halbrund ein, um uns zuzuhören. Es war ein wunderbares Erlebnis, auf dieser Bühne zu stehen, den See im Hintergrund, die Kulisse Olympias vor sich. Da spielt man gleich doppelt so gut. Das wird auch jenen Bands so gehen, die jetzt beim Theatron Pfingstfestival von Samstag bis Montag dort auftreten. Das Line-Up findet sich im Netz.

Und noch eine letzte Erinnerung: Der Wissenschaftler Florian Freistetter von den Science Busters zeigte einmal, wie man Wiener Schnitzel im Rohr backt. Sensationell. Die Busters gastieren am Samstag im Lustspielhaus. Leider ohne Schnitzel.