PopVon hier aus ist alles möglich

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Vom Image des Beisl-Poeten will er weg: Voodoo Jürgens, der eigentlich David Öllerer heißt.
Vom Image des Beisl-Poeten will er weg: Voodoo Jürgens, der eigentlich David Öllerer heißt. Susanne Hassler-Smith/Susanne Hassler-Smith

Keiner besingt das schmutzige, wilde Wien so wie Voodoo Jürgens. Auf seinem neuen Album „Gschnas“ lässt er seiner Band alle Freiheiten. Mit erstaunlichem Ergebnis.

Von Wolfgang Luef

Es sind nur wenige Stellen auf dieser Platte, die ahnen lassen, wie viel Qual in ihr steckt. Alles an ihr klingt so leicht, oft so spontan und abwechslungsreich, und ganz und gar nicht nach Schaffenskrise oder Schreibhemmung. Doch dann singt Voodoo Jürgens so einen Satz wie „Der Zweifel wird zum Parasit, und ich zum Wirt, der ihm alles gibt“, und man spürt: Hier hat es sich jemand nicht leicht gemacht. Die ganze Platte sei „aus Zweifel geboren“, heißt es im Begleittext. Und das scheint eine gute Nachricht zu sein. Denn „Gschnas“, das vierte Album des Wiener Liedermachers, der bürgerlich David Öllerer heißt und als „Beisl-Poet“ bekannt wurde, ist nicht weniger als ein musikalischer Befreiungsschlag. Ein Album, das seinem Publikum nicht nur elf außergewöhnliche Lieder schenkt, sondern auch ein Versprechen macht: Von hier aus ist alles möglich.

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