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Von SZ-Autoren:Evelyn Pschak über die Pyrenäen

Die Kunsthistorikerin hat sechs französische Départements mit Pyrenäenanschluss durchkämmt.

In der französischen Sprache gibt es den schönen Ausdruck des pyrénéiste: Dieser Pyrenäen-Freund zeichnet sich - im Gegensatz zum Alpinisten - weniger durch sportlichen Ehrgeiz als durch die kulturelle Wertschätzung durchwanderter Orte aus. Und so bekommt man auch Kulturautorin Evelyn Pschak auf den Berg.

Die Kunsthistorikerin hat sechs französische Départements mit Pyrenäenanschluss durchkämmt und von den Gipfeln zu den Küsten Adressen gesucht und gefunden, die allesamt taugen, um zum pyrénéisme zu konvertieren: Wo steht die schönste Strandbude mit Blick auf den Canigou, den Heiligen Berg der Katalanen? In welcher verlassenen Waldquelle kann man sich wie schon Heinrich der Vierte ins Heilwasser setzen? Wo bohrte ein exzentrischer Wissenschaftler für ein optisches Experiment Löcher in sein schönes Schloss? Wo wurde der Solarschmelzofen erfunden, der Heilige Graal gesucht, sich 2012 zum Weltuntergang verabredet? Und wo wurde die Baskenmütze erfunden, die eigentlich gar nicht so heißen dürfte? All diese Fragen (und weitere, die im Buch geklärt werden) führen zu folgendem Schluss: "In den Pyrenäen" ist immer und auf alles die richtige Antwort!

Evelyn Pschak von Rebay: 111 Orte in den französischen Pyrenäen, die man gesehen haben muss. Emons Verlag, Köln 2019. 240 S., 16,95 Euro.

© SZ vom 19.06.2019 / SZ

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