Von SZ-Autoren:Cornelius Pollmer auf den Spuren Fontanes

Jahrzehnte stecken in Fontanes "Wanderungen durch die Mark Brandenburg". Ganz so lange konnte sich SZ-Redakteur Cornelius Pollmer, nicht freinehmen für seine Erkundungen der Gegenwart.

Mehr als 30 Jahre befragte Theodor Fontane seine Heimat auf "Wanderungen durch die Mark Brandenburg". Ganz so lange konnte sich Cornelius Pollmer, Redakteur im Leipziger Büro der SZ, nicht freinehmen, um im Kleinen zu vermessen, was im Großen so ungewiss geworden scheint: Gibt es Heimat und falls ja, wer gehört dazu? Wie viel Zukunft bleibt übrig für Orte, an denen nicht mal eine Regionalbahn hält? Was denken die Menschen über dieses Land, das von Berlin vielleicht regiert wird, bestimmt aber nicht repräsentiert?

Einen Sommer lang ist Pollmer auf Weltreise im deutschen Osten. Sie führt ihn an den Biertresen bei der Spreewälder Dorfjugend und zu Adligen in ein Sternehotel für Hunde. Er trifft auf Hacker und Hochzeitsgesellschaften und einen fast 90-jährigen Kapitän, der den Meeren nachtrauert. Manche Tage verstreichen ereignislos, andere laufen über vor Gegenwart, vor Begegnungen, Gesprächen, Geschehen. Der Zufall erweist sich dabei als ein Reiseleiter, wie man ihn sich besser nicht wünschen könnte.

Cornelius Pollmer: Heut ist irgendwie ein komischer Tag - Meine Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Penguin Verlag, München 2019. 240 Seiten, 20 Euro.

© SZ vom 13.06.2019 / SZ
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