Vier Frauen über Fassbinder "Als es ihn nicht mehr gab, ist alles auseinandergefallen"

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(Foto: Markus Jans)

Die Schauspielerinnen Hanna Schygulla, Irm Hermann, Eva Mattes und Margit Carstensen sind verbunden durch einen Mann: Rainer Werner Fassbinder. Er hat sie gelobt, gequält, geprägt. Jetzt reden sie erstmals miteinander über die Zeit mit der Ikone des Neuen Deutschen Films.

Interview: Gabriela Herpell & Carla Woter, SZ-Magazin

Hanna Schygulla und Eva Mattes treffen gleichzeitig im Roten Salon der Volksbühne in Berlin ein und umarmen sich freundschaftlich. Sie kennen sich aus den späten Sechzigerjahren in München, es war die Zeit, in der Rainer Werner Fassbinder dort das Antitheater als Gegenentwurf zum Staatstheater gründete. Schygulla, die damals Mitte zwanzig war, gehört zu den großen Entdeckungen Fassbinders und spielte in vielen seiner Filme und Theaterstücke die Hauptrolle, von "Liebe ist kälter als der Tod" (1969) bis hin zu "Lili Marleen" ...