bedeckt München 31°

Vertrag mit Sony:Adele landet größten Platten-Deal einer Musikerin

British singer Adele performs at the 85th Academy Awards in Hollywood

Mit 28 Jahren steigt Adele jetzt ins ganz große Geschäft ein.

(Foto: REUTERS)
  • Die britische Sängerin Adele steht offenbar unmittelbar vor dem Wechsel vom Independent-Label XL zu Sony Music.
  • Der Deal würde ihr 116 Millionen Euro einbringen.
  • Die US-amerikanischen Musikerinnen Beyoncé und Taylor Swift verdienen mehr als Adele, weil sie im Gegensatz zu ihr Werbeverträge abschließen.

Der zehnfache Grammy-Gewinnerin Adele steht offenbar kurz vor der Unterzeichnung eines Plattenvertrags mit Sony über 90 Millionen Pfund (circa 116 Millionen Euro). Das melden die britischen Zeitungen Guardian und Sun.

Käme das Geschäft zustande, wäre es der größte Platten-Deal einer Musikerin aller Zeiten. 2001 hatte Whitney Houston einen 100-Millionen-Dollar-Vertrag mit dem Label Arista ausgehandelt. Robbie Williams hatte sich 2002 in die Dienste von EMI gestellt - für 103 Millionen Euro.

Auf noch höher dotierte Verträge haben sich bislang die Erben von Michael Jackson (Sony, 213 Millionen Euro, 2010) und der Rapper Jay Z mit dem Konzertveranstalter Live Nation (123 Millionen Euro, 2008) verständigt.

Adele steht momentan bei dem verhältnismäßig kleinen Independent-Label XL Recordings unter Vertrag. Im Alter von 19 Jahren hatte die heute 28-Jährige unterschrieben. Der Vertrag läuft in diesem Jahr aus.

Dem Guardian zufolge hat Adeles Manager Jonathan Watkins kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres den Deal mit Sony Music eingefädelt, dem zweitgrößten Musikkonzern der Welt.

Öffentliche Kritik am Vertragspartner

Dieses Timing lässt Adeles Kritik an Sony im Februar in einem neuen Licht erscheinen. Die Sängerin hatte in ihrer Dankesrede bei den Brit Awards den Umgang des Major Labels mit der Sängerin Kesha beanstandet. Die war vertraglich an ihren Produzenten Dr. Luke gebunden, obwohl sie angab, von ihm sexuell missbraucht worden zu sein: "Ich will diesen Moment nutzen, um Kesha öffentlich zu unterstützen", sagte Adele.

Łukasz Sebastian Gottwald alias Dr. Luke bestreitet die Vorwürfe Keshas. Das Gerichtsverfahren, das die 29-Jährige in der Sache angestrengt hatte, verlor sie im April.

Die öffentliche Kritik Adeles an Sony scheint die geschäftlichen Beziehungen zwischen der Sängerin und dem Konzern nicht beeinträchtigt zu haben.

Weniger vermögend als Beyoncé

Sonys Angebot würde Adele zur bestbezahlten Musikerin Großbritanniens aller Zeiten machen. Ihr aktuelles Vermögen wird auf knapp 130 Millionen Euro geschätzt. Sie sei damit weit weniger vermögend als etwa Beyoncé oder Taylor Swift, schreibt der Guardian. Die 28-jährige Britin schließt allerdings auch keine Werbeverträge ab.

© SZ.de/pak/luc/jab

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite