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Verleihung in Los Angeles:"12 Years a Slave" gewinnt Golden Globe

Actress Nyong'o, actor Ejiotor, director McQueen, actress Paulson and actor Fassbender pose backstage with their Best Motion Picture - Drama award for the film '12 Years a Slave' at the 71st annual Golden Globe Awards in Beverly Hills

Golden Globes: Die Protagonisten von "12 Years a Slave" in Los Angeles

(Foto: REUTERS)

Das Sklavendrama "12 Years a Slave" bekommt bei den Golden Globes den Hauptpreis als bestes Filmdrama. Als Komödie sichert sich "American Hustle" drei Trophäen, auch "Breaking Bad" gewinnt. Ein aussichtsreicher deutscher Bewerber geht leer aus.

Das Sklavendrama "12 Years a Slave" von Regisseur Steve McQueen hat bei der Verleihung der Golden Globes den Hauptpreis als bestes Filmdrama gewonnen. "American Hustle", eine Kriminalkomödie über Trickbetrüger und korrupte Politiker, siegte in der Sparte Beste Filmkomödie. Der Film von Regisseur David O. Russell bekam außerdem zwei weitere Globes. Die gingen an die Darstellerinnen Amy Adams und Jennifer Lawrence.

Die deutschen Hoffnungen wurden bei der 71. Globe-Gala in der Nacht zum Montag aber enttäuscht. Daniel Brühl, der für seine Nebenrolle in dem Motorsportdrama "Rush - Alles für den Sieg" nominiert war, unterlag dem US-Schauspieler Jared Leto ("Dallas Buyers Club"). Auch Star-Komponist Hans Zimmer ging mit seiner Untermalung von "12 Years a Slave" leer aus.

Matthew McConaughey, 44, wurde mit dem Golden Globe als bester Schauspieler in einem Drama geehrt. Für seine Rolle als Aidskranker in "Dallas Buyers Club" hatte der Schauspieler über 20 Kilo abgenommen. Cate Blanchett, 44, freute sich über die Trophäe als beste Drama-Schauspielerin für ihren Auftritt in Woody Allens "Blue Jasmine".

Auch die Fernsehserie "Breaking Bad" gehörte zu den Gewinnern: Sie gewann den Preis als beste Drama-Serie. Hauptdarsteller Bryan Cranston wurde als bester Schauspieler in einer TV-Serie geehrt. Es ist sein erster Globe. In der Serie spielt der 57-Jährige den Chemielehrer Walter White, der sich nach einer Krebsdiagnose entscheidet, synthetische Drogen herzustellen, um so seiner Familie finanziell zu helfen. Die Serie war ein Publikumsmagnet. Die letzte Folge, die im Herbst in den USA lief, stellte noch einmal einen neuen Zuschauerrekord auf.

Vorbote der Oscars

Auch Martin Scorseses Finanzwelt-Satire "The Wolf of Wall Street" und der Weltraum-Thriller "Gravity" gewannen Preise. Für seine Rolle als überheblicher Börsenmakler wurde Leonardo DiCaprio, 39 zum besten Komödien-Darsteller gekürt. Der Mexikaner Alfonso Cuarón holte den Regie-Globe für sein bildgewaltiges Drama "Gravity" mit Sandra Bullock und George Clooney als Astronauten, die im All ums Überleben kämpfen.

Die Golden Globe Awards, Trophäen in Form einer goldenen Erdkugel, gehören zu den begehrtesten Auszeichnungen für Kinofilme und Fernsehsendungen. In den USA sind sie der wichtigste Filmpreis nach den Oscars und der bedeutendste Fernsehpreis nach den Emmys. Der Verband der Hollywood-Auslandspresse (HFPA) vergibt die Trophäen seit 1944.

Über die Gewinner entscheidet eine Gruppe von internationalen Journalisten, die seit langem in Hollywood arbeiten. In diesem Jahr ging die Show in Los Angeles zum 71. Mal über die Bühne. Im Rahmen eines Gala-Dinners wurden die Preise in 25 Kategorien für Film und Fernsehen vergeben.

© dpa/jasch

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