Ein grünes Auge späht aus dem schwarzen Cover, und man muss schon genau hinsehen, um die Konturen des Kopfes einer Raubkatze zu erahnen. „Erst ein Auge / dann das zweite“, wird es später im Gedicht dazu heißen. Dies ist das Konzept von „Schlich ein Puma in den Tag“: Die Kratzbilder der Schweizer Künstlerin Verena Pavoni und die Gedichte der österreichischen Autorin Lena Raubaum entstehen nach und nach. Sie machen schöpferische Prozesse sichtbar und feiern die Langsamkeit. Sie brauchen Zeit, und die nehmen sie sich auch. Die Bilder benötigen mehrere Blicke und ermöglichen immer noch einen weiteren.
BilderbuchStilles Spektakel
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Das Bilderbuch „Schlich ein Puma in den Tag“ kostet alle Sinnebenen des Mediums aus – eine Ode an die Buchkunst.
Von Christine Knödler
