Es ist nicht gerade einfach, Jenny zu mögen. Oder wenigstens mit Verständnis auf ihre Lebenswelt zu blicken. Die junge Frau aus prekären Verhältnissen ist schwanger, nimmt aber trotzdem weiter Drogen, raucht und will sich in ihrer Abwehrhaltung gegen die Welt von niemandem helfen lassen: nicht von ihrer Mutter, von Ärztinnen oder Hebammen, und schon gar nicht von irgendwelchen Behördenmitarbeitern. Jenny vertraut niemandem, schon gar nicht sich selbst. Mit ihrer kindlichen Sturheit droht sie ihr Leben an die Wand zu fahren – schon wieder, denn dass sie keine saubere Vergangenheit hat, auch das deutet sich schnell an. Bald muss sie eine Haftstrafe antreten.
Sozialdrama „Vena“ im KinoMein Körper, meine Drogen
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Jenny ist schwanger, suchtkrank und voller Trotz – Emma Nova in „Vena“.
Lisa Jilg/Neue Bioskop FilmIn ihrem packenden Regiedebüt „Vena“ zeigt Chiara Fleischhacker eine Mutterschaft unter extremen Bedingungen.
Von Annett Scheffel
