Der Film „Vaterland“ beginnt so, wie er enden wird, mit einer Stille, die nicht hält. Ein Mann in einem Hotelzimmer telefoniert mit seiner Schwester. Im Bett hinter ihm liegt ein nackter Mann, der irgendwann aufsteht, sich anzieht und geht. Die Kamera bleibt einfach weiter starr auf den nur mit einer Unterhose bekleideten August Diehl gerichtet, er spielt Klaus Mann. Am Apparat ist Erika. Was die geplante Reise denn solle, fragt Klaus, rauchend, womöglich benebelt, wie von weiter her.
KinoSie sind wieder munter, die Schweine
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Im Westen müssen sie viel stehen und reden, im Osten mehr sitzen und zuhören: Szene aus „Vaterland“.
Neue VisionenHanns Zischler spielt Thomas Mann, Sandra Hüller seine Tochter Erika. „Vaterland“ von Paweł Pawlikowski ist einer der besten Filme des Jahres – eine Reflexion über die Kunst und über Deutschland, präzise wie ein Laserstrahl.
