TheaterTerror, die melodramatische Version

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Auch technisch glückt nicht alles am Premierenabend in Köln, zwischendrin funktionieren die Kameras nicht, die Bestandteil des Stücks „V13“ sind.
Auch technisch glückt nicht alles am Premierenabend in Köln, zwischendrin funktionieren die Kameras nicht, die Bestandteil des Stücks „V13“ sind. (Foto: Birgit Hupfeld)

Das Schauspiel Köln adaptiert Emmanuel Carrères Reportage „V13“ über die islamistischen Anschläge in Paris. Dabei geht genau das verloren, was das Buch so erschütternd macht.

Von Alexander Menden

Es ist nicht leicht, die Beschreibungen der Wunden zu hören, die islamistische Terroristen am Abend des 13. November 2015 in Paris fast 700 Menschen zufügten. 130 dieser Menschen starben – im Club Bataclan, auf den Straßen der Stadt, vor dem Stade de France. Andere überlebten, fürs Leben gezeichnet. Von „Lazerationen“ ist die Rede, die entstanden, als Projektile im Bein der jungen Architektin Maia explodierten. Vom unbeschreiblichen Schmerz, den die Artistin Alice empfand, als solche Geschosse ihren Arm trafen, während ihr Bruder über ihr lag, um sie mit seinem Körper zu schützen. Gaelle, die im Bataclan war, als dort die Schießerei begann, beschreibt ihre grässliche Gesichtsverletzung. Das zu hören ist nicht leicht. Es erlebt zu haben: unvorstellbar.

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Zehn Jahre nach den Anschlägen der Islamisten haben sich die Franzosen ins Private zurückgezogen. Dort werden sie beschallt von Talkshows, die den Untergang beschwören. Aber es gibt viel Trost, Hilfe und Reflexion. Spoiler: nicht aus Politik und Medien.

SZ PlusVon Nils Minkmar

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